Der neue deutsche Glücksspielstaatsvertrag kommt: Das Aus für Online-Casinos?

Als fast einziges Land in der gesamten EU hat Deutschland kein reguliertes Online-Glücksspiel. Doch das soll durch den Glücksspielstaatsvertrag beendet werden.

Seit dem 15. Oktober 2020 gibt es sie nun endlich, die ersten legal operierenden Online-Casinos. Allerdings dürfen diese sich nun nicht mehr Online-Casinos nennen. Statt dessen heißen diese plötzliche virtuelle Spielhalle, Online-Spielothek oder was weiß ich. Doch dazu weiter unten mehr.

Denn die Änderungen sind insgesamt schon ganz schön extrem. Worum geht es beim neuen deutschen Glücksspielstaatsvertrag im Detail?

Online-Casino oder Online-Spielhalle?

Eine der auf den ersten Blick größten Änderungen ist, dass das Wort Casino scheinbar auf eine Bannliste soll. Denn nach Ansicht des deutschen Gesetzgebers dürfen sich lediglich Spielbanken Casino nennen. Das führte dazu, dass plötzlich Anbieter wie Regent Casino zu Regent Play umbenennen mussten. Verrückt, zumal ich bezweifle, dass Millionen Spieler jetzt plötzlich Online-Spielothek und nicht mehr Online-Casino sagen…aber da dies rechtlich gefordert ist, haben sogar wir auf unserer Seite nachgezogen.

 

Was ändert sich für Online-Casinos mit dem neuen Glücksspielstaatsvertrag?

Der genaue Wortlaut des neuen deutschen Gesetzes zur Regulierung des Glücksspiels steht zwar noch nicht fest, doch viele der möglichen Inhalte wurden bereits kommuniziert (siehe Veröffentlichung der Länder).

Vernetzung aller Spielerkonten

Jedes Spielerkonto muss über einen zentralen Server laufen, um Selbstausschluss, Cool-Down und Verlustlimits zu gewährleisten. Außerdem erhofft sich der deutsche Staat, so mehr Daten zur Bewertung des Glücksspiels zu haben. Kritisch ist hierbei der Datenschutz. Denn natürlich sind diese Informationen sensibel. Nicht auszudenken, wenn es Betreibern von Online-Casinos aus Übersee etwa gelingen würde, an die Daten von Problemspielern zu gelangen.

 

Panik-Knopf

Interessant ist die Pflicht für Online-Casinos, eine Art Panik-Knopf anzubieten. Solltest du ein schlechtes Gefühl haben, kannst du mit einem Mausklick hierauf dich für kurze Zeit von sämtlichem Glücksspiel ausschließen. Und zwar nicht nur bei dem Casino, in dem du gerade zockst, sondern von allen. Der temporäre Ausschluss dauert hierbei 24 Stunden.

So zumindest die Theorie, denn da die Casinos noch nicht miteinander vernetzt sind, kannst du dich nur bei einem einzigen Casino ausschließen.

1000 € Verlustlimit pro Monat

Casino-übergreifend sollst du maximal 1000 € pro Monat netto verlieren können. Auch dieser Punkt wurde bis jetzt heiß diskutiert. Denn für viele Menschen sind 1000 Euro schon viel zu viel. Die allein erziehende Mutter mit Mindestlohn sollte wahrscheinlich schon bei 50 € in einem Monat ihr Limit erreicht haben.

Reichen Menschen scheint man jedoch entgegenkommen zu wollen. So ist es wohl möglich, bei Nachweis von genügend Einkommen oder Kapital ein Verlustlimit von 10.000 € als erste Erhöhung, und bei extrem guter Bonität sogar 30.000 Euro als absolute Obergrenze zu erhalten. Das ist aber übrigens auch schon bei anderen in der EU registrierten Anbietern heutzutage Standard.

Keine Demospiele

Ziemlich verrückt ist diese Vorgabe durch den neuen Staatsvertrages zur Neuregulierung des Glücksspielwesens in Deutschland (Glücksspielstaatsvertrag 2021 – GlüStV 2021). Denn während mit Apps oder auf normalen Webseiten nach wie vor um Spielgeld gezockt werden darf, dürfen Casinos nur registrierte und verifizierte Spieler Spiele ausprobieren lassen.

Kostenlos ein neues Spiel im Testmodus anspielen, um das richtige Feeling zu bekommen, das geht dann nur noch mit Einschränkungen. Schon komisch das Ganze.

Sperrkartei Casinospiele

Eine richtig gute Sache am neuen Glücksspielstaatsvertrag ist diese Maßnahme. Wenn du dich aufgrund einer Spielproblematik oder aber auch nur aus Sorge heraus sperren möchtest, dann kannst du das bald einfach machen. Anschließend wirst du bei keinem anderen Online-Casino mehr Geld verlieren können.

Wobei, natürlich kannst du weiterhin in die Spielbank oder Spielothek, Lottolose und Rubbellose im Laden kaufen oder an anderem staatlichen Glücksspiel teilnehmen. So ganz durchdacht scheint dieser Spielerschutz nicht. Noch kritischer ist aber der Datenschutz. Bis jetzt hat der deutsche Staat noch absolut keinen Plan, wie man überhaupt diese Sperrkartei datenschutzrechtlich sicher und mit maximalem Schutz der persönlichen Daten handhaben will. Ich bin da mal gespannt.

Maximaler Einsatz 1€

Während man derzeit teilweise bis zu 50 Euro mit einem Mausklick investieren kann, soll der Einsatz zukünftig extrem begrenzt werden. Maximal 1 € soll zukünftig mit einem Spin möglich sein. Das ist für viele Spieler ein ganz normaler Casino-Einsatz, für andere ist es zu wenig.

Das ist schon eine ganz schöne Einschränkung. Für manche Spieler ergibt sich daraus kein allzu großer Unterschied, da sie ohnehin nur mit kleineren Einsätzen spielen. Wir vermuten, dass etwa die Hälfte aller Spieler davon betroffen ist und nun seine Einsätze runterschrauben muss.

 

Zeitliche Vorgaben für die Dauer eines Spins (5 Sekunden-Regel)

Jede Drehung am Automaten soll mindestens 5 Sekunden dauern. Turbospins gehören damit der Vergangenheit an. Des Weiteren wird es wohl nicht möglich sein, gleichzeitig an verschiedenen Automaten zu spielen.

Verbot von Jackpot-Slots

Irgendwie werde ich bei diesem Punkt den Verdacht nicht los, dass der deutsche Staat gar nicht will, dass man die Spielhalle, die Spielothek oder das Online-Casino mit einem großen Gewinn verlässt. Warum sonst sollten Jackpot-Slots nicht erlaubt sein? Außerdem kann man bestimmte Jackpot-Funktionen ja durchaus in der Spielhalle aktivieren. Ich kann mir nicht vorstellen, dass der Glücksspielstaatsvertrag Online-Anbieter so benachteiligen darf.

Verbot von Bankhalter-Spielen (Live Casino)

Klassische Casino-Spiele mit Dealer oder Croupier werden zukünftig nur noch in den Spielbanken erlaubt sein. Online-Casinos dürfen solche Casino-Spiele nicht mehr anbieten. Lediglich das Auto-Roulette könnte hiervon verschont bleiben.

Persönlich finde ich diesen Punkt sehr merkwürdig, da er sich kaum mit dem angestrebten Ziel, Spieler vor Sucht zu schützen in Einklang bringen lässt. Denn während ich online ja immerhin ein Verlustlimit sowie einen maximalen Einsatz habe, kann ich in der Spielbank schnell tausende verjubeln. Wo ist da der Spielerschutz?

Gewinn-Chancen mit dem neuen Glücksspielstaatsvertrag

Bekanntlich zahlen die Automaten in Spielhallen und Spielotheken sehr schlecht aus. 60 Prozent bis 70 % sorgen dafür, dass man so gut wie immer als Verlierer nach Hause geht. Online liegen die Auszahlungsquoten derzeit im Bereich von 95-96%. Derzeit ist noch nicht klar, wie sich die Gewinnchancen ändern werden.

Aufgrund der höheren Kosten für Online-Casinos können wir uns gut vorstellen, dass die Gewinn-Chancen reduziert werden. Eine Abgabe auf den Spieleinsatz (wie etwa bei der Umsatzsteuer) scheint aber nicht geplant zu sein. Das sind gute Nachrichten, denn das würde den Return to Player-Wert merklich reduzieren.

Namensgebung/Bezeichnung

Einigen Gerüchten nach sollen Online-Casinos nicht mehr als solche zu bezeichnen sein. Stattdessen soll es dann Online-Spielotheken heißen. Was dann wohl mit Seiten wie Platin Casino passiert wissen wir auch nicht. Müssen sie sich umbenennen?

Offenbar möchte der Gesetzgeber den Begriff Casino als Monopol für die staatlichen Spielbanken schützen. Im Gesetzentwurf ist stattdessen vom Online-Automatenspiel bzw. vom virtuellen Automatenspiel die Rede.

Mindestalter

Keine Änderungen wird es beim gesetzlichen Alter zur Teilnahme am digitalen Glücksspiel geben. Ab 18 Jahren kannst du zukünftig online gemäß dem Glücksspielstaatsvertrag spielen

Novoline und Merkur-Spiele?

Die beiden in Deutschland beliebtesten Hersteller von Automatenspielen könnten schon bald wieder spielbar sein. Es ist davon auszugehen, dass Novomatic und Gauselmann sowohl mit eigenen Online-Casinos an den Start gehen sowie auch anderen Seiten ihre Slots anbieten. Gerade von Stargames erwarte ich, dass sie wieder Echtgeld-Spiel anbieten.

Neue & alte Bezahlmethoden

Sowohl PayPal als auch VISA sollen zukünftig wieder als Ein- und Auszahlungsmethode zur Verfügung stehen. Eventuell ist in Zukunft sogar das bezahlen mit dem Handy per Google Pay oder Apple Pay möglich. Da alle Zahlungen in Deutschland abgewickelt werden, sollten darum auch Gewinne viel schneller auf unserem Konto landen.

Außerdem ist für die Nutzung der Paysafecard eine einmalige kostenlose Registrierung für ein persönliches Paysafecard-Konto erforderlich. Zahlungen können anschließend ausschließlich über dieses Konto abgewickelt werden.

Wie regelt der Glücksspielstaatsvertrag Beschwerden und Verbraucherschutz?

Viel ist noch nicht bekannt, was Spieler machen können, wenn ein Casino nicht auszahlt. Denn bislang gibt es für Spieler selbst bei Spielotheken oder Spielbanken nur wenige Möglichkeiten, sich bei den Behörden effizient zu beschweren. Gerade bei Wettshops, wenn etwa ein Wettgewinn storniert wurde, hat sich der deutsche Staat untätig gezeigt.

Zwar will man eine eigenständige Behörde nur für den Bereich Glücksspiel aufbauen, doch einerseits verfügt der Gesetzgeber über keine Erfahrung, und andererseits lässt schon die Planung Schlimmes vermuten. Wir sind ja auch nicht immer mit der maltesischen Schlichtungsstelle einverstanden. Aber insgesamt ist deren Verbraucherschutz schon ganz in Ordnung.

Besteuerung von Glücksspiel

Schon seit 2012 zahlen die Anbieter von Sportwetten 5 % Steuern auf jeden Wettschein. Dieser Prozentsatz wird sich nicht ändern. Online-Casinos hingegen müssen wahrscheinlich 18 % ihres Brutto-Gewinns abführen.

Den Finanzminister wird es freuen.

 

Was ist mit Online-Lotto?

Überhaupt nicht erlaubt sein soll Online-Lotto. Bekanntlich funktioniert dies ja etwas anders als staatliche Lotterien. Denn während man sich normalerweise ein Los im Lottoladen/ beim Kiosk kauft, funktionieren Lotterien in der digitalen Welt anders. Denn es werden sozusagen Wetten auf die Auslosungen veranstaltet. Da es hierbei natürlich auch schnell mal um zwei- oder dreistellige Millionenbeträge gehen kann, sind die sogenannten Zweitlotterien bei Rückversicherungen abgesichert. Noch mehr Informationen haben wir dir in unserem Special zum Thema Online Lotto spielen zusammen gefasst.

 

Ein wenig Tratsch: Politik, Lobbying und deutsche Interessen

Der vielfach bemühe Schutz von Spielern und Minderjährigen sowie der Kampf gegen die Glücksspielsucht haben meiner Meinung nach nur eine untergeordnete Rolle. Denn es geht beim Glücksspiel um Milliarden, um Arbeitsplätze und auch um Geld für die Politik/ die Parteien. Und genau darum wurde der Glücksspielstaatsvertrag so ausgearbeitet, dass er deutsche Lotterien, Gauselmann und Novomatic bevorteilt.

  • Lotto überweist jedes Jahr Millionen an die SPD, CDU, FDP, Grünen und Linkspartei. Außerdem finden bei den 16 deutschen Landeslotterien “verdiente” Politiker immer wieder einen gut bezahlten Job.
  • Gauselmann sorgt für zehntausende Arbeitsplätze in Deutschland. Damit diese nicht gefährdet werden, muss das Online-Glücksspiel zurecht gestutzt werden.
  • Gauselmann ist Anteilseigner an insgesamt 10 deutschen Spielbanken. Durch das Verbot von Online-Tischspielen werden diese natürlich geschützt. Aber auch Novomatic ist an Spielbanken beteiligt.

Auf der anderen Seite betreiben auch die Online-Casinos sehr viel Lobbyarbeit, und versuchen ebenfalls, teilweise mit gut gefüllter Kriegskasse, deutsche Politiker von einem möglichst liberalem Markt zu überzeugen. Doch gegen die durchaus nachvollziehbaren nationalen Interessen kam man scheinbar nicht an.

Hintergrundgespräche mit Paul Gauselmann?

Die Anbieter mit einer gültigen EU-Lizenz der MGA haben sich darauf eingestellt, dass es ab Sommer 2021 zu Veränderungen kommen könnte. Die Vorbereitungen liefen und viele Online-Casinos (pardon: Anbieter von virtuellem Glücksspiel) freuten sich auf den Beginn der Bewerbungsphase.

Mit der nun geplanten Übergangsregelung, die ab Mitte Oktober greift, wurden jedoch viele Akteure kalt erwischt.

Der Lockdown im Zuge der Corona-Krise hat vielen Branchen hart getroffen. Unter den Leidtragenden befinden sich auch Spielbanken sowie Spielotheken. Da sind viele Einnahmen verloren gegangen.

Gauselmanns Merkur sowie Novoline haben sich bekanntlich vom deutschen Online-Glücksspiel zurückgezogen, bis eine bundesweite Regulierung vorliegt. Natürlich stehen diese beiden nun mächtig unter Druck.

Es kursieren Aussagen von internationalen Anbietern, die mit dem Handling durch die Behörden alles andere als zufrieden sind. In den Leitlinien der Glücksspielaufsichtsbehörden der Länder werden verschiedene Übergangsregelungen eingefordert, wobei dazu nur wenige Wochen Vorlauf gegeben werden.

Das ist zu schnell und zeitlich nicht zu schaffen, heißt es. Hinter vorgehaltener Hand ist die Rede von einer bewusst forcierten Bevorteilung von Gauselmann und Co. Dass die deutsche Automatenwirtschaft enge Seilschaften mit der CDU verbindet, ist kein Geheimnis.

Der Vorwurf nun lautet, dass Merkur und Novoline schon seit langem von den geplanten Regelungen wussten und sich in aller Ruhe darauf vorbereiten konnten. Manch einer meint sogar, diese Übergangsregelung wurde noch auf Verlangen Merkurs übers Knie gebrochen, damit sie endlich wieder online mitverdienen können.

Gibt es nun staatliche Online Casinos?

Nein, die der neue Glücksspielvertrag ist ja ohnehin noch nicht aktiv. Doch auch dann wird es in diesem Sinne keine staatlichen Online Casinos geben.

Alle Anbieter von Glücksspiel im Internet werden weiterhin von privaten Unternehmen gestellt. Staatlich werden sie dann aber in dem Sinn sein, dass sie eine Zulassung von deutschen Behörden erhalten.

Werden sich die Anbieter an die neuen Regeln halten?

Die zuverlässigen unter den Anbietern möchten eine bundesweite deutsche Regulierung von Glücksspiel im Internet. Zwar sind die Halter von europäischen Zulassungen aus dem Streit vor Gericht immer wieder als Sieger hervorgegangen: Solange es keine tatsächlich anwendbare deutsche Regulierung gibt, ist es ihnen aufgrund der Freizügigkeit offenbar erlaubt, Echtgeld-Glücksspiel anzubieten.

Dennoch freuen sich die meisten Glücksspiel-Unternehmen auf die Rechtssicherheit einer deutschen Zulassung. Das Problem dabei ist: Die Behörden haben den Versuch der Glücksspielregulierung bereits mehrfach gründlich vermasselt.

Manche Anbieter setzen nun alle Hebel in Bewegung, die Übergangsregeln möglichst schnell umzusetzen. Dass sie sich nun nicht mehr als Casino bezeichnen sollen, ist dabei an Absurdität kaum zu überbieten und lässt die Köpfe ganz schön qualmen.

Keine rechtliche Grundlage ab Oktober 2020

Es gibt aber auch Online Casinos, die sich querstellen. Die nun veröffentlichte Übergangsregelung ist nämlich mitnichten ein rechtliches Dokument. Es ist die Verlautbarung einer Duldung, wobei betont wird: Die Regulierung ist noch nicht aktiv, die EU-Anbieter sind nach Auffassung deutscher Behörden weiterhin illegal.

Nun ist diese Übergangsregelung also weder ein Gesetz noch eine behördliche Verfahrensanweisung. Es handelt sich vielmehr um einen inoffiziellen Hinterzimmer-Deal, mit dem Druck auf die Branche gemacht werden soll.

Die Drohgebärde lautet: Wer sich nicht bereits ab Oktober an die Regeln hält, wird als unzuverlässig eingestuft und bekommt im Sommer 2021 keine Lizenz. Wer also jetzt nicht diszipliniert wird, soll am Ende leer ausgehen.

Manche Betreiber der Online Casinos argumentieren, dass sich die Situation im Oktober nicht ändert. Es gebe keine offizielle und effektive deutsche Regulierung für das gesamte Bundesgebiet. Und solange das der Fall ist, könne man mit einer EU-Lizenz agieren.

Deshalb müsse man sich auch ausschließlich an die Auflagen der EU-Behörde halten, nicht aber an deutsche Auflagen, die offiziell noch gar nicht gelten.

Die  Prognose von uns lautet: Klagen sind wohl vorprogrammiert. Gehen die Rebellen nächstes Jahr tatsächlich leer aus, werden diese Anbieter vor Gericht ziehen und die Lizenzvergabe mittels einstweiliger Verfügung stoppen. Bekommen die Rebellen aber doch eine deutsche Zulassung, werden diejenigen Casinos, die sich schon früh an die Regeln gehalten haben, ordentlich Frust schießen und querschießen.

Gibt es auch nach der deutschen Lizenzvergabe noch internationale Casinos in Deutschland?

Wie sich internationale Anbieter positionieren, wenn die Lizenzvergabe mal irgendwann erfolgt ist, kann man schwer voraussagen. Ob Glücksspiel-Webseiten mit Lizenzen aus Malta, Gibraltar und Curacao dann noch deutsche Spieler akzeptieren, wissen wir nicht.

Es scheint sehr wahrscheinlich, bleibt aber abzuwarten. Natürlich gelten für diese Anbieter dann all die Einschränkungen beim Online-Glücksspiel nicht.

Wo kann man bis zum Start des Glücksspielstaatsvertrag spielen?

Bis die neue Gesetzgebung final steht wird wohl noch etwas Zeit vergehen. Man kann aber aktuell auf jeden Fall noch ohne die neuen Einschränkungen spielen.

Wir selber spielen bis dahin bei folgenden Online-Spielotheken (ohne die neuen Regeln):

TopOnline-SpielhalleBewertungTestberichtDarum lohnt es sichKlick deinen Bonus
#1Testbericht lesen
Testbericht lesenCashback auf jeden Spin, keine Limits, Echtgeld-Boni + höchster RTP
18+ | Verantwortungsbewusst spielen | AGB gelten
#2Testbericht lesen
Testbericht lesenNeue Online-Spielothek mit wahlweise 200 % Bonus oder Cashback
18+ | Verantwortungsbewusst spielen | AGB gelten
#3Testbericht lesen
Testbericht lesenSpielen ohne Risiko? 25 € risikofreier Einsatz warten. Kann man mitnehmen.
18+ | Verantwortungsbewusst spielen | AGB gelten
#4Testbericht lesen
Testbericht lesenGewinnen oder Geld zurück: Die erste Einzahlung bis 40€ ist abgesichert!
18+ | Verantwortungsbewusst spielen | AGB gelten
#5Testbericht lesen
Testbericht lesenNeu auf dem Markt und daher in Spendierlaune
18+ | Verantwortungsbewusst spielen | AGB gelten
#6Testbericht lesen
Testbericht lesenwöchentlich 20 % Cashback, Freispiele & Reload-Bonus
18+ | Verantwortungsbewusst spielen | AGB gelten
#7Testbericht lesen
Testbericht lesenAusprobieren. Entweder du gewinnst, oder es gibt 100%/bis zu 25€ zurück!
18+ | Verantwortungsbewusst spielen | AGB gelten
#8Testbericht lesen
Testbericht lesenSpannende Duelle und ein gutes Bonus-Paket
18+ | Verantwortungsbewusst spielen | AGB gelten
#9Testbericht lesen
Testbericht lesenWillkommensbonus UND Cashback. Kann sich sehen lassen!
18+ | Verantwortungsbewusst spielen | AGB gelten
#10Testbericht lesen
Testbericht lesenFast 4000 Spiele, aber kein Gamomat, kein Merkur
18+ | Verantwortungsbewusst spielen | AGB gelten
#11Testbericht lesen
Testbericht lesenN1 gibt sich selbstbewusst. Und das aus gutem Grund!
18+ | Verantwortungsbewusst spielen | AGB gelten
#12Testbericht lesen
Testbericht lesenFreispiele für Razor Shark & zeitlich begrenzt gibts sogar 200 % bis 100€!
18+ | Verantwortungsbewusst spielen | AGB gelten
#13Testbericht lesen
Testbericht lesenDurchschnittliche Online-Spielhalle. Nicht mehr, nicht weniger 😉
18+ | Verantwortungsbewusst spielen | AGB gelten
Mehr Online-Spielhallen

Fazit: Ist das neue Glücksspielgesetz gut oder schlecht?

Grundsätzlich ist es fantastisch, dass man zukünftig durch den Glücksspielstaatsvertrag legal spielen kann. Bei Problemen kannst du deinen Rechtsanspruch viel schneller durchsetzen, und wahrscheinlich wird sich auch in Sachen faire Bonusbedingungen eine ganze Menge tun. Dass es außerdem eine Sperrkartei sowie den Panik-Knopf gibt, ist ebenfalls gut.

Doch das Verbot von Tischspielen und progressiven Jackpot-Slots sowie die doch eher kleinen Einsätze (ich selber spiele zum Beispiel immer mit 2 €) werden viele Spieler in den schwarzen Markt drängen. Ich befürchte, dass gerade Curacao-Casinos einen großen Zulauf bekommen. Eventuell ist zudem möglich, dass einige Seiten mit EU-Lizenz weiterhin in Deutschland trotz neuen Glücksspielgesetz anbieten werden.

Doch noch ist alles Kaffeesatzleserei und so ungewiss wie der Ausgang der nächsten Drehung am Automaten.

Casinos ohne Limit

Nicht ganz klar ist ebenfalls, in welcher Form Casinos ohne deutsche Lizenz dann noch aktiv sein werden. Wer jedoch im Casino Einsätze von mehr als einem Euro spielen (oder auch Jackpots und Live-Spiele zocken) möchte, der ist in einem Online Casino ohne Limit gut aufgehoben.

Autor: "Forscher" - Status: Experte
Frag den Autor

Glücksspiel interessierte mich schon immer. Sei es früher beim Familienurlaub ein paar Runden Pfennig-Skat oder später mit Freunden in der Kneipe 17 + 4. Zocken liegt mir im Blut. Seit 2009 bin ich selber Teil der Glücksspielbranche. So habe ich unter anderem für BetClic, expekt, BetVictor, Cherry Casino, Quasar Gaming und Tipico in den Bereichen Kundendienst, Marketing, Content und Operations jede Menge Erfahrungen gesammelt. Mittlerweile, wenn ich mich nicht gerade auf casinoFM mit allen Arten des Glücksspiels befasse, arbeite ich als Selbstständiger für verschiedene Online-Casinos.

4 Kommentare

  1. hi,ich spiele mit echtgeld.dafür habe ich mir ein persönliches limit von 100€ monatlich gesetzt.schließlich hat man auch noch andere verpflichtungen.ist die kohle futsch griff ich zwischen durch auf demo spiele zurück,was ja auch unterhaltsam sein kann. sowie heute,aber: nichts geht mehr.man muss sich anmelden und kann nur noch mit echtgeld spielen…was soll dieser mist??das finde ich unmöglich..Spielsucht wird meiner meinung damit erst recht gefördert,schließlich wird man nun gezwungen geld zu investieren wenn man spielen möchte…dann bitte auch keine casino werbung mehr im fernsehen…

  2. Lächerlich, diese Regelung bevorzugt die Verhaltensmuster von Problemspielern und verpfuscht Menschen die sich im Griff haben den Spielspaß. Es sollen die aussterbenden und häufig, aufgrund technischem Unwissen, eher bei sozial Abgehängten beliebten Spielotheken und altbackenen deutschen Spielbanken (mit ihren pervers hohen Mindesteinsätzen) gefördert werden … und das in Zeiten einer Pandemie, wo man den Spielern eher RATEN sollte im Onlinecasino statt im echten zu spielen. Typisch … erst denkt man jetzt machen sie doch mal was richtig … und dann: Ne, doch nicht … wird noch schlechter.

    Realcasino hat auch üblicherweise keine spannenden Entertainmentkonzepte wie Lightning Roulette oder Deal or no Deal. Für sowas hält der deutsche Staat seine Bürger offenbar nicht “reif genug”. Arm …

  3. Hallo, Ihr Lieben;
    Hier der Ralf aus München.Der Neue Glücksspiel-Vertrag bevormundet die Spieler wie unmündige Klein-Kinder!
    Die Spiele werden gebremst und laufen nur noch in “Zeitlupe” ab.
    Ein flüssiges, spannendes und unterhaltsames Spielen wird damit unmöglich!
    Mit der Einsatz-Begrenzung auf einen Euro pro Spin (Drehung) werden größere Gewinne für die Spieler verhindert. Das Spielen in Online-Casinos wird damit sehr unattraktiv.
    Aber Einzahlungen von bis zu 1.000 Euro Pro Monat und Spieler sind erwünscht!
    Unter dem “Deckmantel” des “Spieler-Schutzes” werden hier die Spieler “Entmündigt” und wie Klein-Kinder
    behandelt! Das ist genauso, als ob der Staat alle Autos auf 30 KM/H drosselt, zur Sicherheit der Autofahrer und um Unfälle zu Vermeiden. Oder dass ein Raucher pro Monat nur noch 3 Schachteln Zigaretten kaufen kann, zu Seiner eigenen Sicherheit gegen Lungenkrebs. Oder das man im Monat nur noch 5 Flaschen Bier kaufen kann, um eine Alkohol-Sucht zu verhindern! Das kann doch nicht Sein, oder ???
    Dieses Gesetz wird die Spiel-Sucht auf gar keinen Fall verringern sondern nur Verlagern! Dann Spielen die Kunden halt nicht mehr in Online-Casinos, sondern fahren nach Tschechen, oder nach Österreich zum Spielen! Wenn der Staat wirklich möchte, das gute Steuer-Einnahmen fließen, muß er auch mal was für die Spieler tun, und nicht immer nur alles Begrenzen, Ausbremsen und Verhindern! Die Spieler möchten ein freies, flüssiges und attraktives Spiel, und natürlich auch interessante Gewinn-Chancen, wie Progressive Jackpots, Life- Casino-Spiele. Einsätze von bis zu 5 Euro pro Spiel erachte ich als sinnvoll. Wenn die Spieler nur noch Cent-Beträge bis zu einem Euro einsetzen dürfen, wird das Online-Casino-Spiel für einen Großteil der Spieler total uninteressant! Dann gibt es in den Online-Casinos nur noch Cent-Spieler. Außerdem trägt die verlangsamung der “Slot-Spiele” (Automaten-Spiele) dazu bei, das die Spieler viel länger im Online-Casino verweilen, da ja die Einsätze nur ser langsam verspielt werden können. Das fördert ja noch das Spielen und hält die Spieler für lange Zeit vor dem Online-Casino-Bildschirm. Das ist doch völliger Unsinn !!!
    Sorry, aber dieses Gesetz wurde von Leuten gemacht, die wahrscheinlich noch nie ein Casino von innen gesehen haben, und die keine Ahnung davon haben, was ein Spieler wirklich möchte.
    Natürlich ist auch der “Spieler Schutz” immens wichtig! Aber auch hier versagt das Gesetz kläglich!
    1000 Euro Spieler-Verlust pro Monat sind für einen kleinen Handwerker “Existenz-Bedrohend” aber für einen Anwalt oder Stations-Arzt sicher kein Problem! Hier kann man nicht alle über einen “Kamm” scheren.
    Ich würde vorschlagen, das etwa 15% den Netto-Monats-Einkommens zum Spielen verwendet werden kann, ohne Existenzen zu vernichten oder zu gefährden! Mein Vorschlag: Für jeden Spieler eine “Spieler-Karte”. Auf dieser Karte ist das Monatliche Einsatz-Limit des Spielers Vermerkt. Wenn dieser Betrag verloren ist, kann der Spieler erst wieder nach einem Monat weiter spielen. Das wäre die Einfachste Lösung, und der Spieler könnte im Rahmen der 15% Regelung festlegen, wie viel Geld er pro Monat für das Spielen von seinem Gehalt einsetzten möchte, maximal 15-20% (Mein Vorschlag!)
    Fazit: Der Neue Spielvertrag hat zwar im Grunde ein paar Gute Ideen, ist aber völlig falsch Umgesetzt!
    Hier wird nicht die Spielsucht, sondern höhere Gewinne für die Spieler “Verhindert”
    Selbst spiele ich schon mein ganzes Leben, früher sehr exzessiv, heute nur noch “moderat” mit Erfahrung und Verstand aus über 40 Jahren Glücks-Spiel-Erfahrung!
    Das ist meine Meinung! Hoffentlich liest das mal jemand von den “Gesetz-Gerbern” und denkt mal darüber nach. Beste Grüße, Ralf aus München

  4. Jo das finde ich absolut richtig, die Einsätze sollten weiterhin mindestens bis 10 Euro laufen dürfen. Spiele bei Pokerstars und ich kann nur noch ein Euro spielen, muss ehrlich sagen der Spielspaß ist zu ende !!!

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.