Wenn Kesselgucker in den Kessel gucken

kesselgucken

Was wäre, wenn du beim Roulette schon vorher weißt, wo die Kugel landet? Ein deutscher Roulette-Spieler beherrschte diese Kunst wie kein zweiter und wurde als Kesselgucker zum gefürchteten Gast der Spielbanken in Europa und Amerika. Alle paar Monate geistern darum auch wieder die Geschichten um das Kesselgucken durch die deutschen Medien. Gerade die Bild-Zeitung recycelt ihre Artikel doch ganz gerne.

Was ist Kesselgucken?

Der Begriff sagt es eigentlich schon: Man guckt in den Roulette-Kessel und analysiert anhand der Geschwindigkeit des Roulette-Zylinders und der Geschwindigkeit der Kugel, in welchem Bereich des Kessels diese am wahrscheinlichsten landen würde. Die Stege auf dem Roulette-Rad müssen dabei ebenfalls einkalkuliert werden. Sie verursachen zusätzliche Schwierigkeiten, da sie den natürlichen Lauf des Balls erheblich beeinflussen. Das Kesselgucken ist im Gegensatz zur verbreiteten Martingale-Strategie oder dem Fibonacci-System keine „richtige“ Roulette-Strategie.

Viel mehr geht es um gutes Auge und beeindruckende Analyse-Fähigkeiten – oder kurz gesagt: Es geht ums Können! Dabei setzt man nicht auf eine Zahl, sondern bestimmt viel mehr den ungefähren Bereich, wo die Kugel liegen bleiben wird. Wenn also der Bereich um die Zahl 7, aber durchaus auch die beiden Felder links und rechts als wahrscheinlich erscheinen, so versucht der Kesselgucker auf den letzten Drücker mit der Ansage 7-2-2 auf diese Zahlen (im Fachjargon Pleins) zu wetten. Der Einsatz beträgt 5 Einheiten, und im Gewinnfall gibt es 36 Einheiten zurück. Über 600 % Gewinn sind also möglich.

 

Die Anfänge des Kesselguckens

Der bekannteste Kesselgucker ist sicherlich Christian Kaisan aus Sachsen. Auf ihn geht auch der Name dieser Methode zurück. Selbst im englischen spricht man vom Kesselgucken, wenn es darum geht, durch Beobachtung die Position der Kugel hervorzusagen. Doch schon 1873 bewies der Engländer Joseph Jagger in der Spielbank Monte Carlo, dass man den Zufall unter bestimmten Bedingungen vorhersagen kann. Ehe das Management der vielleicht berühmtesten Spielbank der Welt sich versah, hatte der Kesselgucker die damals unglaubliche Summe von 350.000 Pfund gewonnen. Wie das? Ihm fiel auf, das einer der Tische 9 Zahlen immer häufiger gewannen als andere – und das auch über einen längeren, mathematisch relevanten Zeitraum. Nachdem er sich seiner Sache sicher war, begann er mit seinen Einsätzen und verließ Monte Carlo als reicher Mann.

Auch andere Spieler eiferten ihm nach, weshalb die Spielbanken und Online-Casinos heutzutage auch regelmäßig die Ergebnisse einer jeden Roulette-Runde speichern. Diese im Fachjargon Permanenzen genannten Daten klingen zunächst nach einem netten Service für uns Spieler, um die letzten Ergebnisse einzusehen. aber natürlich geht es den Casinos vor allem darum sicherzustellen, dass für jede Zahl die gleiche Wahrscheinlichkeit besteht. Heutzutage ist die Herstellung der Roulette-Tische absolute Präzisionsarbeit, und auch nach tausenden Runden sollen sich weder Abnutzungserscheinungen noch unregelmäßige Verteilungen der Ergebnisse zeigen.

Technische Hilfsmittel

2004 schaffte eine Gruppe Glücksspiel-Profis, ausgestattet mit kleinen versteckten Mikrocomputern und Laser Scannern, Tische in einigen Spielbanken zu analysieren. Hierbei konnten bei einigen Schwachstellen aufgedeckt werden. Mit diesem Wissen sollen angeblich bis zu 1,3 Millionen Pfund Sterling gewonnen worden sein. Auch wenn die Spieler identifiziert wurden kam es zu keiner Anklage. In Europa ist das Benutzen solcher Hilfsmittel meistens nur einen Verstoß gegen die Hausordnung und kann mit Hausverbot geahndet werden. Anders ist es jedoch in einigen Casinos in den USA wie zum Beispiel in Nevada. Hier stellt das Verwenden jeglicher Hilfsmittel ein schweres Verbrechen dar, welches mit hohen Strafen geahndet wird. In dem Fall der Londoner Trickbetrüger ermittelte zwar Scotland Yard, aber die 1,3 Millionen Gewinn durfte das Trio behalten.

Die in den 80-er Jahren verbreiteten Stoppuhren zur Vorhersage, wo die Kugel landen wird, spielen heutzutage keine Rolle mehr – wenn sie denn überhaupt jemals funktioniert haben.

Christian Kaisan: Der Meister im Kesselgucken

Bei so einer Vita werden wir schon ein wenig neidisch. Aufgewachsen in der DDR, schaffte der gebürtige Sachse einen beispiellosen Aufstieg vom Hähnchenbrater zum Glücksspiel-Millionär. Ausgangspunkt seiner Karriere ist die Galopprennbahn Scheibenholz bei Leipzig. Hier verkauft Kaisan offiziell an seinem Stand gebratene Hähnen und verdient damit 500 Mark pro Monat. Doch trotz Stasi, Partei und Polizei entwickelt sich dort eine Art Marktplatz des Glücksspiels. Roulette und andere Glücksspiele, erst auf der Rennbahn, später durchgeführt in Privat-Wohnungen, boomen. Insbesondere die Würfelspiele „Goldene Sechs“ und „Grüne Wiese“ sind beliebt. Und Kaisan ist ganz weit vorne dabei. Ein gutes Auge, schnelle Auffassungsgabe sind ausreichend, um seinen Mitspielern voraus zu sein und so gut abzukassieren. Wie das? Meistens agierte er dabei auch als Bank – und die Bank gewinnt bekanntlich fast immer.

Dies ging lange gut – bis er doch noch 1980 von der Stasi wegen „asozialer Lebensweise“ verhaftet wurde. 18 Monate Gefängnis urteilte das Gericht. Doch mit der Bestechung eines Stasi-Mannes konnte sich Kaisan frei kaufen und reiste in die Bundesrepublik Deutschland ein. Das Glücksspiel lies ihn nicht los, doch anders als in der DDR spielten Würfelspiele, die ihm bis jetzt das meiste Geld gebracht hatten, keine Rolle.

Drei lange Jahre ohne Einsätze

Roulette hingegen boomte in der BRD. Und in Spielbanken verbrachte Kaisan nun jede Menge Zeit. Und zwar nicht mit dem Spielen, sondern dem Beobachten der Tische, der Dealer und der Kugeln. Drei Jahre lang lernte er die Flugbahnen der Kugel, die Geschwindigkeiten des Kessels einzuschätzen – und begann mit den ersten Einätzen. Und wie schon zuvor in Leipzig beim Würfelspiel wurde Christian Kaisan zu einem Meister seines Fachs – dem Kesselgucken. 70.000 Mark – 1984 eine Menge Geld – gewinnt er allein in den ersten 6 Wochen. Keine Spielbank war vor ihm sicher. Auch im Ausland erzielte er einige unglaubliche Gewinn-Serien – so etwa einen Tagesgewinn in Kopenhagen über mehr als 120.000 Euro. Und bei einem Trip nach Australien strich er mit dem Kesselgucken in verschiedenen Spielbanken gleich über eine halbe Million ein.

 

Viel Feind, viel Ehr

Mit seinem unglaublichen „Glück“, aber auch seinem markanten sächsischem Akzent fiel Kaisan natürlich auf. Viele Spielbanken machten kurzerhand von ihrem Hausrecht Gebrauch und erteilten dem ewigen Gewinner Hausverbot. Doch das Kesselgucken war mittlerweile eine Gefahr für die Casinos geworden. Denn wo plötzlich der Zufall gar nicht mehr so zufällig ist, kann jede Menge Geld verloren gehen. Nach und nach änderten sich nicht nur die Bauweisen von Roulettezylindern, sondern es wurden auch weitere Sicherheitsmaßnahmen wie schnellere Drehungen vorgenommen. Zusätzlich müssen heutzutage in den meisten Spielbanken Kesselgucker vor den anderen Spielern ihre Wetten abgeben. So ist es ihnen nicht mehr möglich, mit ihrer Methode das Casino auszutricksen. Christian Kaisan kann es egal sein. Über 4 Millionen € hat er in seinem Leben nach eigenen Angaben mit Kesselgucken verdient und somit bis zum Lebensende ausgesorgt.

Tipps für Kesselgucker

Ein paar gute Tipps und Tricks für Kesselgucker hat Kaisan natürlich auch parat:

  1. Spiel kleine Einsätze: Bei großen Gewinnen werden Casinos eher misstrauisch.
  2. Spiele mit unterschiedlichen Einsätzen, um als „Normaler“ Spieler wahrgenommen zu werden.
  3. Bleib unauffällig.
  4. Gib Trinkgeld – nicht zu viel, und nicht zu wenig.
  5. Es geht auch um Gefühl. Hast du ein schlechtes Gefühl beim Einschätzen eines Kessels oder einer Kugel, dann lass es.
  6. Keinen Alkohol.
  7. Jeder Roulette-Kessel ist einzigartig. Es hat einen guten Grund, warum Christian Kaisan drei Jahre brauchte, um das Kesselgucken zu erlernen.

 

Das Zeitalter des Kesselguckens ist vorüber?

Lohnt es überhaupt noch, sich mit dem Kesselgucken zu beschäftigen? Glücksspiel ist immer so konzipiert, dass die Bank gewinnt. Nur durch das Ausnutzen eines Systemfehlers oder einer Schwachstelle, die von Seiten des Casinos nicht in Erwägung gezogen wurde, lässt sich Geld gewinnen. Doch wenn die Spielbanken um die Schwachstelle wissen, dann ist das Wissen darum meistens nichts mehr wert. Dennoch magst du hier und dort ältere Tische finden, die sich für Kesselgucken eignen.

 

Und was ist mit Live-Casinos?

Auch online gibt es Glücksspiel. Doch hier den Lauf der Kugel vorherzusagen grenzt schon an einem Ding der Unmöglichkeit. Die Zeitspanne zwischen dem „Rien ne va plus“ des Croupiers und dem Moment, an dem die Kugel auf einer Zahl stoppt, ist zu lang. Die Tische sind modern, die Geschwindigkeit hoch, der Blickwinkel aufgrund der Kamera, die das Geschehen überträgt, unvorteilhaft. Wer in Live-Casinos groß gewinnen möchte, der ist eher mit großzügigen Cashback-Deals beraten. Hier werden Spielern, wenn Sie nicht gewinnen, zumindest Teile der Verluste zurück erstattet.

 

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Autor: "Forscher" - Status: Experte
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Glücksspiel interessierte mich schon immer. Sei es früher beim Familienurlaub ein paar Runden Pfennig-Skat oder später mit Freunden in der Kneipe 17 + 4. Zocken liegt mir im Blut. Seit 2009 bin ich selber Teil der Glücksspielbranche. So habe ich unter anderem für BetClic, expekt, BetVictor, Cherry Casino, Quasar Gaming und Tipico in den Bereichen Kundendienst, Marketing, Content und Operations jede Menge Erfahrungen gesammelt. Mittlerweile, wenn ich mich nicht gerade auf casinoFM mit allen Arten des Glücksspiels befasse, arbeite ich als Selbstständiger für verschiedene Online-Casinos.

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