Spätestens seit den Paradise Papers ist es wieder in den Medien: Online Glücksspiel bietet auch Spielern aus Deutschland die Chance um Millionen zu zocken. Und das ist natürlich nach Meinung vieler Politiker nicht nur schlecht, sondern angeblich auch verboten.

Haben sich also Millionen deutscher Spieler wegen einer Teilnahme am illegalen Glücksspiel strafbar gemacht? Drohen Konsequenzen? Wer profitiert eigentlich von der derzeitigen Rechtslage in Deutschland? Und was müssen wir als Spieler beachten?

Was ist eigentlich Online-Glücksspiel?

Zu den bekanntesten Online-Glücksspielen gehören Poker, Casinos, Lotto und Sportwetten. Die erste Internetseite, uaf der Glücksspiel angeboten wurde, wurde bereits 1994 gegründet. Genau wie beim „richtigen“ Glücksspiel ist auch online eine Genehmigung zur Ausrichtung erforderlich.

Warum Online-Glücksspiel (angeblich) schlecht ist

Politiker und mitunter die Justiz wiederholen gebetsmühlenartig immer wieder folgende Gründe:

1. Schutz Minderjähriger

Es ist vollkommen richtig und wichtig, Jugendliche, die noch nicht abschätzen können, wie Glücksspiel funktioniert, schützen zu wollen. Warum dies im Internet schlechter funktionieren soll als in einem Wett-Shop von Tipico oder dem Lotto-Kiosk um die Ecke erschließt sich jedoch nicht ganz.

Der deutsche Staat misst mit zweierlei Maß: Hast du schon Mal Lose an einer Losbude auf dem Rummel gekauft? Oder schon mal etwas von sogenannten Loot-Boxen gehört? Bei Spielen wie zum Beispiel Star Wars Battlefront können Kinder hunderte € ausgeben, um sich „Überraschungspakete“ für mehr Erfolg im Spiel bzw für ein besseres Spielerlebnis zu kaufen. Wie wertvoll der Inhalt eines solchen Paketes ist, ist zufällig.

Ein anderes Beispiel ist Fifa-Soccer. Das meistverkaufte Sportspiel für Video-Konsolen sorgt für Milliardenumsätze. Der größte Reibach wird heutzutage vom Hersteller Electronic Arts nicht mehr mit dem eigentlichen Spiel gemacht, sondern mit zusätzlich käuflichen Extras wie Kartenpaketen. Und wie selbstverständlich sind Kinder und Minderjährige die Zielgruppe. In Belgien wurden diese Mechaniken darum auch als Glücksspiel eingestuft.

Beim Online Glücksspiel wird bereits bei der Registrierung ein erster Check bei nahezu jedem seriösen Casino vorgenommen. Dabei werden die Angaben wie Alter und Wohnort mit Online-Quellen verglichen. Die Einzahlung erfolgt meistens über Zahlungsmethoden, die nur Volljährige nutzen können wie etwa PayPal, Kreditkarten oder Sofort-Überweisung. Lediglich Paysafe-Karten können (sofern unter 100 €) von Unter-18-Jährigen überhaupt erworben werden.

Demnach wäre es viel sinnvoller, den Zugang zu Online-Glücksspiel-Angeboten für Jugendliche schwieriger zu machen als Glücksspiel prinzipiell zu verbieten.

2. Geldwäsche und Finanzierung von Terrorismus

Nicht erst seit dem 11. September  hat das Online-Glücksspiel in dem Ruf, zur Finanzierung illegaler Aktivitäten beizutragen.

3. Schutz Spielsüchtiger

Dies ist ebenfalls ein ernstes Thema. Der Spieltrieb ist vollkommen menschlich. Für einige wenige Individuen besitzt Glücksspiel jedoch Gefahren. Ordentliche Hilfsangebote für Spielsüchtige sowie automatische Sperren für Spieler, die in einer Sperrdatei sind, würden helfen. Ganz sicher nicht hilfreich ist die derzeitige Situation in Deutschland, die dafür sorgt, dass manch einer eben auch bei Casinos ohne vernünftige EU-Lizenz sein letztes Hemd verspielt und sich selber schadet. Der Schutz Spielsüchtiger ist letztlich ein Feigenblatt für deutsche Politiker, die viel zu häufig aus gar nicht mal so selbstlosen Gründen handeln. Ein aufschlussreiches Interview mit Prof. Heino Stöver, Sozialwissenschaftler mit Schwerpunkt Glücksspielsucht, gibt es bei Novo Argumente..

4. Die Einnahmen von staatlichem Glücksspiel werden großenteils ausgezahlt oder gehen wohltätigen Zwecken zu

Ein relativ perfides Argument, denn Spieler würden ohne die hohen Abgaben an Vater Staat deutlich mehr gewinnen. Jedoch ist nicht von der Hand zu weisen, dass ein großer Teil der Einnahmen für Kultur, Sport, Denkmalschutz und anderes gespendet wird.

Doch wer bekommt eigentlich noch Zuwendungen aus dem Glücksspiel? Und nach welchen Maßstäben werden die Spenden verteilt? Wie weiter unten noch ausgeführt wird, sind es vor allem Politiker, die in der Manier eines Sonnenkönigs entscheiden, wer wir viel erhält. Diese dubiose Vergabe von Spenden muss transparenter werden. Politiker sollen nicht mit dem Geld von Spielern in der Lage sein, Wahlgeschenke zu verteilen. Zu guter Letzt sei außerdem angemerkt, dass auch in den Organisationen, die mit Spenden bedacht werden, jede Menge Politikprominenz sitzt.

 

Pro – darum muss Online Glücksspiel komplett legal werden

Es macht Spaß und ist ein toller witziger Zeitvertreib. Und man kann gewinnen. aber es gibt noch mehr Gründe für Glücksspiel im Internet:

1. Verstrickung zwischen Politik und Glücksspielmonopol

Allein die Berliner Klassenlotterie hat zwischen 2006 und 2016 fast 30 Millionen an politische Stiftungen von SPD, CDU, Grünen, dieLinke und FDP „gespendet“.  Über die Summen selber entschieden häufig und vor allem Politiker der jeweiligen Parteien.

Schlimmer noch: Sehr viele gut bezahlte Posten im deutschen Lotto- und Totoblock werden von Politikern besetzt. Und die bekommen horrende Gehälter. Das deutsche Glücksspielmonopol sorgt also nicht nur für sprudelnde Einnahmen bei deutschen Parteien, sondern eignet sich auch perfekt, den eigenen Parteifreunden lukrative Jobs zuzuschustern.  Auf youtube gibt’s hierzu noch einen schönen Bericht zum „Selbstbedienungsladen Lotto“

Mit diesem Wissen kann man der Politik wohl kaum glauben schenken.

2. Wettbewerb

Auch aus Wettbewerbsgründen ist ein Monopol einfach nicht zulässig. Das beste Beispiel für einen Monopolisten ist oddset. Ein (auch für den Spieler) schlechtes Produkt, hässliche Präsentation und eingeschränkte Wettmöglichkeiten. Wenn ich bei einem Unternehmen wie unibet etwa mit 10 € Einsatz 20 € Gewinn beispielsweise bei einem bestimmten Sieg von Bayern München machen kann, dann würde oddset vielleicht gerade mal 15 € auszahlen, selbst wenn beide die Wett-Steuer abführen.

Kein Wunder, dass mittlerweile auch in Deutschland 99 % Ihre Wetten bei richtigen Anbietern mit Kundendienst, tollen Wetten, Live-Streams und vielem mehr abgeben. Wenn mir ein Casino nicht gefällt, spiele ich dort nicht. Bei dutzenden Alternativen stellt der Wettbewerb sicher, dass Kunden wirklich Qualität bekommen.

 

3. Rechtssicherheit für Casino-Spieler

Anbieter von Glücksspiel sind nicht unfehlbar. Im Gegenteil, einige sind ganz sicher schwarze Schafe. Es fehlt leider an einer Institution, an die sich deutsche Spieler wenden können, wenn etwa Gewinne nicht ausgezahlt wurden. Die UK Gambling Commission etwa ist bekannt für ihre strikten Auswahlkriterien und macht es so für britische Zocker einfach. Als zum Beispiel bekannt wurde, dass der Glücksspiel-Anbieter 888 gegen Vorschriften zum Spielerschutz verstieß, wurde Ende 2017 eine Strafe in Höhe von 8 Millionen fällig. Auch deutsche Spieler müssen aus dem rechtsfreien Raum raus. Gespielt wird so oder so – es ist an der Politik, die richtigen Rahmenbedingungen zu setzen.

Als Spieler brauchst du aber übrigens auch jetzt nichts befürchten. Der Staat kann dir nichts, wenn du deinem Hobby Glücksspiel online im Internet nachgehst.

4. Mehr Steuereinnahmen für den Staat

Klingt verrückt, ist aber so. Wenn unfähige Politiker und überbezahlte Manager (der Geschäftsführer von WestLotto etwa verdient fast 400.000 € im Jahr) ein Unternehmen leiten, geht viel in die eigene Tasche. Mit einer Verbrauchssteuer auf den Umsatz ähnlich wie derzeit schon mit Sportwetten darf sich der Staat dennoch über jede Menge Einnahmen freuen, die er dann zum Wohle aller ausgeben darf.

5. EU-Recht

Und dann gibt es da ja auch noch europäisches Recht. Seit Jahren moniert die EU die deutsche Rechtsprechung. Wäre doch toll, wenn anstelle von Strafzahlungen für den deutschen Staat (die wir als Steuerzahler tragen) mal ein vernünftiges Ergebnis zu Stande kommt.

 

6. Irreführende Werbung für Online Glücksspiel

Ein weiteres Problem stellt die Werbung für Glücksspiel im Internet dar. Viele Unternehmen mit hunderten Angestellten haben sich mittlerweile darauf spezialisiert, mit allen Mitteln Kunden im Internet für Glücksspiel zu begeistern. Für die Vermittlung von Kunden werden teilweise hohe Einmalzahlungen fällig. Häufig werden Webseiten, die auf den ersten Blick wie unabhängige Casinoportale aussehen, aber auch mit einer Provision, die sich aus den Verlusten der Casinospieler berechnet, entlohnt. Hier müssen Qualitätsstandards her.

Auch wir verdienen mit unserer Webseite über Partnerlinks ein wenig Geld. Doch als passionierte Spieler empfehlen wir nur die Casinos, bei denen wir auch selber spielen und keine Zweifel in Sachen Lizenz und Fairness haben.

 

Fazit: Online-Glücksspiel? Ja bitte!

Zugegeben, auf einem Portal wie casinoFM finden wir natürlich Online Casinos geil. Dementsprechend fällt unsere Einschätzung ein wenig einseitig aus. Doch Glücksspiel ist wie ein Bier in der Kneipe, der Besuch eines Fußballspiels oder ein Kinofilm ein ganz normaler Teil unseres Lebens. Wir brauchen keine Politik, die uns Freiheiten nimmt, sondern für uns da ist. Mit einer vernünftigen Regulierung, die die Glücksspielindustrie in die Pflicht nimmt und Spieler wirkungsvoll schützt.

Abschließend haben wir hier noch einen feinen Link für dich mit jeder Menge guter Angebote für Onlinecasinos mit Freispielen und kostenlosem Startguthaben. Spiel verantwortungsvoll innerhalb deiner Limits und verschaff dir selber ein Bild.