Mehr Schutz für Casinospieler – Verbraucherschutz schaltet sich ein!

Casinos vor Gericht

Glücksspiel boomt in Europa und nach wie vor auch im bereits traditionell wettbegeisterten vereinigten Königreich. Schätzungen nach spielen allein auf der Insel derzeit über 5,5 Millionen Menschen in Online Casinos – Tendenz steigend. Doch es mehren sich Kundenbeschwerden über unfaire Geschäftsbedingungen, Limitierungen und irreführenden Angaben.

Die britische Wettbewerbsbehörde (CMA) kündigte nun an, eigene Untersuchungen einzuleiten. Dieser Schritt ist insofern interessant, als dass einerseits die in UK operierenden Anbieter als durch die Bank seriös gelten. Jedoch hatten auf der anderen Seite – insbesondere auch aufgrund des immer mehr zunehmenden Wettbewerbdrucks, viele Buchmacher etwa erfolgreichen Kunden die möglichen Wetteinsätze begrenzt, Wetten ohne Angabe von Gründen storniert, Quoten von bereits abgeschlossenen Wetten verändert oder während laufender Werbeaktionen die Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Promotion geändert. Dies erfolgte zwar fast immer im Einklang mit den jeweiligen AGB des Glücksspielanbieters, muss jedoch nicht rechtens sein.

Auch wir in Deutschland kennen leider von einzelnen Casinos solche Praktiken. Daher begrüßen wir es, wenn Behörden die Glücksspielindustrie stärker in die Pflicht nehmen. Fairness, Transparenz und Verbraucherschutz sind wichtige Punkte, bei denen nicht nur in UK, sondern auch allgemein in Jurisdiktionen wie Gibraltar, Malta, Zypern, Isle of Man (in diesen Ländern sind nahezu alle der großen Glückspielanbieter wie tipico, BWIN Partygaming, Ladbrokes oder Unibet reguliert) oder natürlich Deutschland noch Verbesserungsbedarf haben.

Für uns Spieler ist diese Entwicklung sicherlich positiv!

Update vom 1.7.2018

Den Worten folgten nun Taten. Nachdem schon 888 mit einem fetten Strafgeld belegt wurde, muss jetzt auch LeoVegas zahlen. Insbesondere irreführende Werbung sowie mangelnder Spielerschutz führten im ersten Fall zu einem Strafgeld in Höhe von 8,8 Millionen Euro. Die Löwen jingegen müssen immerhin 800.000 € abdrücken. Wir haben in einem separaten Artikel alle Umstände zusammengefasst. Wenn dich der Sachverhalt interessiert, erfährst du hier alle Fakten zum Thema.

Am 20. Juni 2018 folgte der nächste Schlag. Die englische Glücksspielbehörde bedachte 32 Red mit 2 Millionen englischen Pfund Strafe. Auch hier wurde ein extremer Fall bekannt, bei dem das Casino scheinbar alle Bedenken über Bord geworfen hat. Zwischen November 2014 und April 2017 verzockte ein Brite fast eine Million Euro, ohne das der Anbieter ausreichende Prüfungen vornahm. Die Gambling Commission nimmt auch in diesem Fall ausführlich Stellung.

 

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