Gesichtskontrolle: Du kommst hier nicht rein!

Digitale Geschictskontrolle in der Spielothek

Elektronische Türsteher: Merkur geht neue Wege beim Spielerschutz

Einer der Lieblingssprüche vom Comedian Kaya Yanar könnte bald auch für Casinospieler Realität werden:

Bis jetzt wurde Selbstausschlüsse und Sperrungen von Spielern durch die Glücksspiel-Industrie eher halbherzig umgesetzt. Aber das Unternehmen Face-Check, Teil der Gauselmann-Gruppe, will zukünftig mit seinen Produkten in allen Merkur-Spielotheken zu finden sein und das ändern. Mit einer Art elektronischem Türsteher soll auch in der Spielothek vor Ort Spielerschutz gewährleistet werden. Momentan läuft ein Pilotprojekt hierzu in Baden-Württemberg. Im Eingangsbereich warten Gesichtsscanner, die erkennen sollen, ob der Besucher ein Spielproblem gemeldet hat. Auch Spieler, bei denen der Verdacht besteht, noch nicht volljährig zu sein, kann Face-Check so heraus filtern. Ein Ampelsystem mit grün, gelb und rot soll einen schnellen Ablauf gewährleisten, das Personal entlasten und Spielerschutz gewährleisten. Die Technik basiert auf den biometrischen Daten der Besucher.

Des Weiteren könnte natürlich auch interessant sein, inwiefern Face-Check über die reine Einlasskontrolle hinaus Daten zu Kunden sammeln wird. Denkbar wäre ja zum Beispiel der Austausch von Daten zu Spielern zwischen den einzelnen Spielhallen. Im Internet sind Spieler unglaublich transparent. Jede Aktion, jede Einzahlung, ja das gesamte Nutzerverhalten werten die Online Casinos aus. Man stelle sich vor, Spielotheken nutzen nun Spielerdaten und holen den letzten Euro aus jedem Kunden raus. Sofern dieses ausgeschlossen ist, sehen wir von casinoFM diese Entwicklung äußerst positiv.

Update vom 1.Juli 2018 zu Gesichtskontrollen mit Face-Check in deutschen Spielhallen

Bekanntlich  fordert der Fachverband Glückspielsucht eine Art staatlich geführten Sperrdatei (OASIS), in der Spieler mit Spielproblematiken erfasst sind. So soll sicher gestellt werden, dass Selbstausschlüsse effektiver sind. Der Gauselmann-Konzern selber sah dieses seit jeher sehr kritisch. Insbesondere datenschutz- und haftungsrechtliche Gründe machte man geltend.

Am 20. Juni 2018 entschied nun das Oberlandesgericht Hamm in zweiter Instanz zugunsten des Glücksspielriesens. Nachdem die Erfahrungen der letzten beiden Jahre mit dem Face-Check sehr positiv verliefen, werde man nun dieses system weiter ausbauen. Eine weitere Säule des Spielerschutzes sollen weiterhin verstärkte Ansprachen bei Kunden mit einem auffälligen Spielverhalten bilden. Zusätzlich werde man mehr in Prävention und Aufklärung investieren.

 

 

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